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Kraftort Grimmiwasser - Kraftort mit dem wilden Hochalpencharakter

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Allgemeines
Der Kraftort Grimmiwasser ist eine hochgelegene Alp (1840 m.ü.M) am Talabschluss des Diemtigtals.

Auf der Panorama-Bergwanderung Grimmiwasser, wird zwischen den Alpen «Erbs Grimmi» und «Uelis Grimmi» der eigentliche Kraftort mit dem wilden Hochalpencharakter durchquert. Kleine Bergseen, seltene Alpenblumen und die eisenhaltigen Quellen wirken wie natürliche Energiespender. Das rote Wasser der Eisenquellen wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum damaligen Grand-Hotel Grimmialp hinuntergeleitet und hatte heilende Wirkung.

Entdeckung und Fassung der Mineralquellen
(Die nachfolgenden Texte stammen aus „Kuretablissement Grimmialp“)
In früheren Schriften liest man, dass schon die Sennen des Diemtigtals und ihre Nachbarn aus dem Simmental, viel von heilkräftigen Quellen zuhinterst im Diemtigtal zu erzählen wussten, die dort hoch oben auf der Grimmialp, etwa 2000 Meter über Meer, in wunderbarer Klarheit am Fusse einer ungeheuren Felswand dem steinigen Boden entspringen.

Zirka 600 und 900 m südwestlich der Sennhütte Grimmi und etwa 50 m über derselben treten die beiden Mineralquellen zu Tage und charakterisieren sich schon von weitem durch den hellroten Niederschlag ihres Wasserlaufes.

Durch zweckmässige Fassung hat man in neuerer Zeit dieses wertvolle Mineralwasser weiteren Kreisen nutzbar gemacht. Seit 15. Juni 1899 sind die Quellen vermittelst einer 5 Kilometer langen Röhrenleitung mit dem Kurhaus Grimmialp verbunden.
Anmerkung: Die Leitung mit dem Quellwasser ist heute leider nicht mehr in Betrieb.

Die Wirkung des Wassers
Vielen Hunderten und weit über die Grenzen der Talschaften hinaus, haben diese Gesundbrunnen dauernde Heilung alter Gebrechen, und neues, frisches Leben gebracht, oft auch da, wo jede andere Hilfe versagte.

Sommer für Sommer, ja in verzweifelten Fällen auch zur Winterszeit, wurden ihre Wasser unter grossen Schwierigkeiten in Fässern, Brenten und Flaschen von der hohen Alp abgeholt und es war Sitte geworden, denselben einige mit dem charakteristischen hellroten Niederschlag überzogene Steinen beizugeben, angeblich zur Konservierung der Heilkraft, gewiss aber nur zum Beweise, dass die Fassung an den richtigen Quellen stattgefunden habe.

Der Kantonschemiker, Herr Dr. Schaffer in Bern, charakterisierte die Mineralquelle als ein „leichteres Eisenwasser von selten erreichtem Gipsgehalte“. Es eignet sich gemäss Analyse und Erfahrungen zur Trinkkur vornehmlich bei Verdauungsstörungen, indem es auf die ganze Magen-, Verdauungs- und Darmtätigkeit einen heilsamen Einfluss ausübt.

Ausserdem vermehrt es den Appetit in auffallendem Grade und ist daher bei aller Appetitlosigkeit infolge sitzender Lebensweise, geistiger Anstrengung, Übermüdung sehr angezeigt.
Seine rasch fördernde Einwirkung auf den Ernährungszustand in Verbindung gebracht mit dem vorhandenen mittelstarken Eisengehalte, lassen es erklären, warum diese Gesundbrunnen zugleich mit der belebenden Höhenluft auch alle auf Blutarmut und Nervenschwäche zurückzuführenden Zustände günstig beeinflussen.

Ferner ist der Gebrauch des Grimmialp-Wassers bei Katarrhen der Schleimhäute der oberen Luftwege sowie bei zurückgebliebener Schwäche nach erschöpfenden Krankheiten bestens zu empfehlen.
Unter der Leitung des Kurarztes lässt sich in sehr vielen Fällen mit der Trinkkur eine Badekur verbinden.
Anmerkung: Damit war der Grundstein für das Grand und Kurhotel Grimmialp gelegt.

Heute wird das Hotel Kurhaus Grimmialp wieder als Hotelbetrieb geführt.
 
  Kraftort Grimmiwasser
Kraftort Grimmiwasser
Kraftort Grimmiwasser - Rotes WasserGrand Hotel Grimmialp - Quelle
Grand Hotel Grimmialp