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Diemtigtaler Hauswege

Linie
Allgemeines
Mit dem Wakker-Preis ausgezeichnete Baukultur und Streusiedlungen - Der Diemtigtaler Hausweg ist ein Themenweg zur traditionellen Baukunst. Entsprechend der grossen Ausdehnung des Tales und der vielen Streusiedlungen, ist der gesamte Weg in drei  verschiedene Teilabschnitte unterteilt. Die Hauswege "Vorderes Tal", "Mittleres Tal" und "Hinteres Tal" sind Tageswanderungen. Sie lassen sich aber bequem in Halbtageswanderungen aufteilen. Die Wege führen mehrheitlich auf bestehenden Wanderwegen und sind mit braunen Wegweisern markiert.
Die einzelnen Häuser sind mit braunen Schildern bezeichnet. Sie tragen die gleiche Nummer wie ihre Beschreibung im Prospekt «Diemtigtaler-Hausweg».
 
Vorderes Tal
Ausgangspunkt: Bahnhof Oey-Diemtigen
Endpunkt: Bahnhof Oey-Diemtigen
Länge: 6.3 km
Höchster Punkt: 1030 m.ü.M.
Wanderzeit: Tageswanderung
 
Mittleres Tal
Ausgangspunkt: Horboden
Endpunkt: Horboden
Länge: 9.0 km
Höchster Punkt: 1094 m.ü.M.
Wanderzeit: Tageswanderung
 
Hinteres Tal
Ausgangspunkt: Zwischenflüh/Riedli
Endpunkt: Schwenden/Tiermatti
Länge: 10.0 km
Höchster Punkt: 1235 m.ü.M.
Wanderzeit: Tageswanderung
 
Für alle Hauswege
Besonderes: Ausgangs- und Endpunkte befinden sich an Postautohaltestellen; Restaurants; Prospekt
Führungen: Hans von Allmen, Trekking-Diemtigtal
Tel. +41 (0)33 681 19 44 oder
Tel. +41 (0)79 385 96 19
Flyer: Kostenlos bestellen
Download: Flyer Diemtigtaler Hauswege (PDF 3 MB)
Karte: GPS Daten / Karte
 
Wakkerpreis für Streusiedlungen als Ortsbild
Der Grossteil der Weiden und Wälder im Diemtigtal wird als sogenanntes unausgeteiltes Eigentum, zu den Talgütern gehörend, gemeinsam genutzt.
Hauptsächlich die Viehwirtschaft führte daher zur heute noch charakteristischen Streusiedlung.
Über die verhältnismässig kleinen, arrondierten Betriebsareale in der Dauersiedlungszone sind in der Regel das Wohnhaus und mehrere Ökonomiegebäude gestreut angesiedelt.
In der Maiensäss- und Alpzone liegen die einfachen Ställe und gewaltigen Küherburgen ebenfalls in Streulage.
Die Gemeinde Diemtigen hat es verstanden, mit einer weitsichtigen Ortsplanung den Siedlungscharakter des Tals in vorbildlicher Weise zu erhalten.
Sie wurde dafür 1986 vom Schweizerischen Heimatschutz mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet.
 
Dorf Diemtigen
Das Dorf Diemtigen ist Hauptort der Gemeinde Diemtigen und Pfarrdorf. Neben Kirche, Pfarrhaus und Ofenhaus, Post, Schule und ehemaliger Wirtschaft säumen mehrheitlich Bauernhäuser mit ihren Nebenbauten die Strasse.
Wie bei den übrigen romanischen Kirchen im Niedersimmental erfolgte die Grundsteinlegung zur Kirche vor rund tausend Jahren.
Die ältesten Häuser entstammen dem 16. Jahrhundert.
Das Dorfbild aber prägen die Bauten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und aus dem beginnenden 19. Jahrhundert.
Auch das Pfarrhaus und das dazugehörige Ofenhaus stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Der Zusammenarbeit wohlhabender Bauern und fähiger Handwerksleute, darunter so berühmte wie Zimmermeister Hans Messerli (1720-1806), verdankt das Dorf seinen prächtigen Baubestand.
 
Literatur
Stiftung und Talmuseum Agensteinhaus, mit Unterstützung der Denkmalpflege des Kantons Bern haben im Jahr 2012 eine Broschüre über die Zimmermannskunst im 18. Jahrhundert herausgegeben.
Die Publikation "Hans Messerli (1718-1806) und die Simmentaler Zimmermannskunst im 18. Jahrhunder" kann bei Diemtigtal Tourismus erworben werden oder direkt im Online-Shop.
 
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