«Nationalpark, Naturerläbnispark, Regionale Naturpark?»

Was ist die Idee hinter den Parkkategorien?

Was unterscheidet der Regionale Naturpark von anderen Parkkategorien?

In allen Kategorien der Pärke besitzt der natur- und kulturelle Tourismus eine besondere Bedeutung. In der stärker entwicklungsorientierten Kategorie der Regionalen Naturpärke erhält die naturnahe touristische Entwicklung darüber hinaus eine besondere Priorität. Folgende Unterschiede sind zwischen den Parkkategorien zu beachten (Quelle: Pärkeverordnung 2007):

Nationalpark

Der Nationalpark ist die Königskategorie der Pärke mit der stärksten touristischen Labelwirkung. Hier stehen die freie Naturentwicklung und der Schutz wertvoller Lebensräume im Mittelpunkt. Dazu sind in der Kernzone eine Reihe von Einschränkungen notwendig, die auch den naturnahen Tourismus betreffen. Diese bestehen in einem Weggebot und Bauverbot; Jagd, Fischerei und jegliche Sammeltätigkeiten sind untersagt. Die Umgebungszone des Nationalparks ist demgegenüber für naturnahe touristische Aktivitäten offen.

Naturerlebnispark

Aus touristischer Sicht bilden Naturerlebnispärke natürliche Erholungsgebiete am Rande von Grossstädten. Hier stehen die freie Naturentwicklung in der Kernzone sowie die Naherholung und die Umweltbildung in der Umgebungszone im Zentrum. In der Kernzone gelten ein generelles Weggebot und Bauverbot. Gemäss Verordnung sind Jagd, Fischerei und jegliche Sammeltätigkeiten untersagt. In der Übergangszone werden Naturerlebnisse, in Verbindung mit Umweltbildung, für Besucherinnen und Besucher explizit ermöglicht und gefördert. 

Regionaler Naturpark

Unter grösstmöglicher Rücksichtnahme auf sensible Naturräume und Landschaften bildet im Regionalen Naturpark die Förderung der nachhaltigen Regionalentwicklung einen Schwerpunkt. Dabei werden auch die auf einen naturnahen Tourismus und auf die Umweltbildung ausgerichteten Dienstleistungen gefördert. Eine zentrale Herausforderung für Parkmanagement und Tourismus liegt im Aufbau eines professionellen Besuchermanagements (Information und Lenkung). Anstelle einer Zonierung wie im Nationalpark und im Naturerlebnispark bestehen hier grossräumige Naturschutzflächen mit eindeutigen Verhaltensregeln für Besucherinnen und Besucher.